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Charakteristisch für Michelau ist die Lage inmitten der Weinberge. Das
1983 eingeführte Wappen beinhaltet
daher zwei goldene Trauben. Eine geöffnete Schere erinnert an die
Herren von Zabelstein, ein silberner Bischofsstab an die Abtei Ebrach. Das
Wappen auf grünem Grund macht die Bedeutung der Forst- und Landwirtschaft
deutlich. Die Ortsteile Hundelshausen und Altmannsdorf besitzen eigene
Wappen.
Insgesamt 1414 Hektar umfaßt das Gemeindegebiet,
das sich auf 980 Hektar Feld, 51 Hektar bebaute Fläche und 400
Hektar Wald aufteilt. Die Gesamteinwohnerzahl von Michelau beträgt einschließlich
der Ortsteile 1182 Personen. 69 Landwirte und Winzer
bewirtschaften ihre Felder im Voll- und vor allem Nebenerwerb.
Michelau und Musik sind untrennbar
miteinander verbunden. Das ist in erster Linie dem verstorbenen Obermusikmeister
und Komponisten des Steigerwaldliedes, Sepp Böhm zu verdanken. Die musikalischen Aushängeschilder sind heute
die Heimatkapelle, Sepp Hauck mit seinen "Steigerwälder Knutschbären", und die bekannte
Volksmusikformation "Die Zabelsteiner". Außerdem lebt hier wie die jugendliche Mehrfachpreisträgerin
Heidi Siepack. 2004 wurde die erste Bläserklasse gegründet, die
auf Anhieb eine Mitgliederzahl von 25 Kindern
erreichte.
Ortsgeschichte: Das heutige Haufendorf ging aus
einer Siedlung namens "Sauderaha" im 9. Jh. hervor. Die erste urkundliche
Erwähnung erfolgte im 12. Jh. mit der Erwähnung von "Sudra". Noch heute
gibt es den Bach Saudrach, den Sudrachshof und den Ortsteil Sudrach
("Feriengebiet"). Der damalige "Sudrahof" war ein Erbbauernhof
der Zisterzienser-Abtei Ebrach.
Das heutige Michelau hieß damals "Michelawa".
Es gewann erst durch die Versetzung der Sudra-Kirche an den Standort der
heutigen Pfarrkirche St. Michael und St. Georg an Bedeutung.
Michelau liegt am Fuße des Berges Vollburg (456 m).
Auf dem befand sich eine frühmittelalterliche Befestigung, die 1161 als
"Volcburg" in einer Bischöflich Würzburgischen Waldschenkungsurkunde an
das Kloster Ebrach erwähnt wurde. Auf dem ca. 240x120 m großem Plateau
sind noch Wallreste zu erkennen.
Eine weitere frühmittelalterliche Befestigung
ist das "Nonnenkloster" südlich von Sudrach, von dem noch verflachte
Gräben und Wälle sichtbar sind. |