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Prüßberg wurde 1298 urkundlich als „Monte dicto Brusteberg“
erwähnt. Der Ort geht auf eine einstige Weinlage zurück und zeugt vom
frühen Weinbau am Steigerwaldhang, am Fuße der Vollburg.
Nach Altertumsforschungen war die Vollburg eine ehemalige
Fliehburg. Erst spätere Völkerwanderungen um Christi Geburt brachten erneut Landsucher in
unsere Gegend, die Marko-mannen, später die
Bajuwaren.
Die Eingemeindung zu
Michelau erfolgte 1970, bis dahin war Prüßberg eine eigenständige,
politische Gemeinde. Der Ortsteil hat heute ca. 130 Einwohner. Seit
1882 hat Prüßberg auch eine eigene freiwillige Feuerwehr, die das
kulturelle Dorfleben aktiv gestaltet. Die alljährliche Kirchweih im Mai bildet einen
Höhepunkt im Jahresablauf.
In der 1976
eingeweihten Kapelle „Maria zur immerwähren-den Hilfe“ sind zwei
spätgotische Heiligenbilder,
eine Riemenschneidermadonna (1480) und der fränkische Weinpatron St.
Urban zu bewundern.
Der Weinbau in Prüßberg ist auch heute noch von
großer Bedeutung und stellt einen Schwerpunkt im tägl. Leben der
Prüßberger dar. Es gibt acht Weinbaubetriebe in Prüßberg, die alle als
Familienbetrieb geführt werden.
Die ökologisch begünstigte, geschützte Lage mit ihren
Keuperböden an den Hängen, sind für den Weinbau ideale Voraussetzungen.
Der Keuperboden verleiht den Weinen des Steigerwalds den typisch,
kräftigen Charakter. Die bekannten Sorten Baccus, Silvaner und
Müller-Thurgau gedeihen hier sehr gut. Landschaftlich fügt sich Prüßberg romantisch, in
ruhiger aber abwechslungsreicher Landschaft, zwischen Wald,
Flur und Weinbergen ein. Über sanfte Hügel, können sich Wanderer
z.B. auf die Spuren der Geschichte begeben, wenn sie den Keltenwanderweg
erwandern. In Prüßberg angelangt, können Sie sich im Gasthaus zur Vollburg
von den kräftigen Eigenbauweinen und den guten fränkischen Brotzeiten
überzeugen. |